Skip to content
André J. Pauwels

André J. Pauwels

Theologe. Autor. Blogger.

Menu
  • Start
  • Blog
  • Veröffentlichungen
  • Über mich
  • Kontakt
  • Impressum und Datenschutz
Menu

gemeinsames Essen – getrenntes Abendmahl?

Posted on Dezember 14, 2025Dezember 9, 2025 by admin

Hinter Türchen 14 steckt heute eine spannende Frage.

Wie immer zu Beginn der Post in Social Media, der heute aus zwei Bildern besteht:

Es ist tatsächlich irgendwie bekloppt, dass wir jeden Tag zusammen am Tisch sitzen und gemeinsam essen, aber in der Messe meiner Kirche nicht zusammen an der Eucharistie teilnehmen können, da meine Frau vom Empfang der Eucharistie ausgeschlossen ist. Das liegt leider am Verständnis und der Lehre der katholischen Kirche und bedeutet eine blöde Situation, die der Lebenswirklichkeit von ökumenischen Paaren nicht gerecht wird. Hier schaut meine Kirche noch immer sehr stark auf sich selbst und ihr Verständnis des Abendmahls und untersagt katholischen Menschen sogar streng genommen den Empfang des Abendmahls in anderen Konfessionen.
Wenn man dieser strengen Auslegung folgt, könnten wir theoretisch also gar nicht gemeinsam am Abendmahl teilnehmen. Die neuapostolische Kirche zeigt sich hier allerdings offener, denn dort bin ich vom Empfang des Abendmahls als Katholik nicht ausgeschlossen. So bleibt es meiner Entscheidung überlassen, ob ich am Abendmahl eines neuapostolischen Gottesdienstes teilnehme.
Die Entscheidung darüber treffe ich dabei immer gleich, egal ob ich im NAK-Gottesdienst oder in der katholischen Messe bin: Ich nehme persönlich nur am Abendmahl teil, wenn ich in der für mich richtigen Disposition dazu bin, soll heißen: Wenn ich nicht den Eindruck habe, dass ich am Abendmahl in dem Moment bewusst und würdigend teilnehmen kann, dann lasse ich es. Für mich ist entscheidend, dass ich mich bewusst darauf einlassen kann, damit es ein Geschehen ist, dass mich anrühren und bewegen kann. Ich möchte daraus kein bloßes Ritual werden lassen, das ich nur noch aus Gewohnheit mache, denn dazu ist es mir persönlich zu wichtig.
Vielleicht wäre es mal an der Zeit, dass meine Kirche weniger von oben herab aus den Elfenbeintürmen der Theologie denkt, sondern mal wieder genauer darauf schaut, was eigentlich in den Leben von Menschen wirklich passiert und was diese für ihren Glauben und ihr Leben brauchen. Dann werden die theologischen Spitzfindigkeiten, die zu solchen sinnlosen Regeln führen, ganz schnell als das enttarnt, was sie sind: überflüssig.

Schreibe einen Kommentar Antwort abbrechen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Search

Recent Posts

  • Der Tag der toten Kalender
  • Was wir an Weihnachten in unserer Konfession besonders mögen
  • Was wir an Weihnachten in unserer Konfession besonders mögen
  • Unsere größten Diskussionen
  • Wie wir über Unterschiede sprechen

Recent Comments

  1. Sabine Dettmann zu Was wir an Weihnachten in unserer Konfession besonders mögen
  2. Stefanie zu Ein Wurm im Ohr
  3. Steffi zu Warum eigentlich Gedichte?
© 2026 André J. Pauwels | Powered by Superbs Personal Blog theme