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André J. Pauwels

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Theologe. Autor. Blogger.

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Wie wir der Verstorbenen gedenken

Posted on Dezember 19, 2025Dezember 10, 2025 by admin

Heute schauen wir hinter Tür 19 auf die gängigsten Traditionen, die es in der katholischen Kirche zum Gedenken an die Verstorbenen gibt. Diesen Beitrag widmen meine Frau und ich besonders den Opfern des Anschlags auf den Weihnachtsmarkt am Berliner Breitscheidplatz heute vor 9 Jahren.

Den Anfang macht wieder der Post aus Social Media:

In jeder katholischen Kirche, die ich bisher besucht habe, steht zumindest ein Kerzenständer mit Kerzen, die man gegen eine Spende erwerben und vor Ort anzünden kann. Katholische Menschen entzünden diese oft in Kombination mit einem Gebet für einen verstorbenen lieben Menschen, manchmal aber auch für Erkrankte mit der Bitte um Genesung oder Erfolg für eine OP. Diese Kerzenständer stehen oft, aber nicht immer, in direkter Nähe einer Marienstatue und so wird das Bittgebet häufig an Maria gerichtet. Das hat natürlich mit der katholischen Marienverehrung zu tun, die davon ausgeht, dass Maria bereits im Himmel bei Gott ist. Viele Betende erhoffen sich vermutlich einen „direkteren Draht“ zu ihm, damit das Gebet entweder schneller oder mit mehr Nachdruck zu ihm gelangt. Das ist zwar theologisch nicht haltbar, denn ein jeder Mensch hat einen direkten Draht zu Gott und so braucht es die Vermittlungsfunktion von Maria eigentlich nicht, aber für den Betenden bringt die Vorstellung, nicht nur Gott, sondern auch Maria kümmerten sich um die eigenen Anliegen, oft sehr viel Trost. Denn für viele Menschen erscheint Gott sehr weit weg und Maria ist für Viele greif- und nahbarer, sodass sie sie stellvertretend für sich bitten, die eigene Bitte zu Gott zu bringen. Davon kann man halten, was man will, aber wenn es den Betenden Trost bringt, spricht aus meiner Sicht nichts dagegen.

Einen zweiten Brauch möchte ich für heute auch noch aufgreifen, weil ich ihn persönlich sehr schön finde und das sind die Gräbersegnungen an Allerseelen, einem Gedenktag für die verstorbenen Familienmitglieder, Verwandte und Freunde. Viele katholische Menschen gehen an diesem Tag auf den Friedhof, schmücken die Gräber mit Kränzen und Gestecken, stellen Kerzen auf und verbringen einen längeren Moment im Gebet am Grab und denken ganz bewusst an die Verstorbenen. Dies dient der Vorbereitung der Gräbersegnung, denn zu einer bestimmten Zeit kommt ein pastoraler Mitarbeitender oder ein ehrenamtlich engagierter Mensch auf den Friedhof, hält eine kurze Andacht und geht anschließend mit den Teilnehmenden von Grab zu Grab, spricht ein stilles Gebet für die Verstorbenen und die Worte „Herr, schenke NAME die ewige Ruhe und das ewige Licht leuchte ihm/ihr. Lass ihn/sie ruhen in Frieden. Amen.“ und besprengt das Grab anschließend drei Mal mit Weihwasser. Ich habe diese Segnungen schon mehrmals durchgeführt und finde besonders die ruhige, andächtige, besonnene und gleichzeitig auch feierliche Atmosphäre dieses Anlasses wunderschön und beeindruckend.

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