Ein gemeinsamer Adventskalender von meiner Frau und mir. An Tag 4 geht es um die Vorurteile meiner Frau gegenüber der katholischen Kirche zum Zeitpunkt, als wir uns kennenlernten.
Als Grundlage gibt’s erstmal den Post aus Social-Media:

Wie ich auch, so wusste meine Frau auch nicht sonderlich viel über die Konfession des anderen. Dennoch konnte sie einige Punkte mehr nennen, die ihr über die katholische Kirche im Kopf herumwehten. Ein zentrales Vorurteil war, dass katholische Menschen eigentlich gar nicht richtig beten können, weil die Gebete entweder immer abgelesen oder auswendig gelernt werden. Dass es sehr wohl freies Gebet in der katholischen Kirche gibt, lernte sie dann durch mich. Ich muss aus meiner Perspektive aber zugeben, dass dieses Vorurteil nicht aus der Luft gegriffen ist, wenn man die Heilige Messe als Beispiel nimmt, denn hier wird tatsächlich nicht frei gebetet, sondern beinah alles aus Büchern vorgelesen.
Gleichzeitig nahm meine Frau an, katholische Menschen seien dies bloß aus Gewohnheit und besuchten als solche auch nur aus traditionellen Gründen Gottesdienste und nicht etwa aus Überzeugung und dass es deshalb innerhalb der katholischen Kirche auch praktisch kein nennenswertes Ehrenamt gebe. Glücklicherweise hat auch hier das Kennenlernen des anderen dazu geführt, diese Vorurteile zu überwinden. Reden hilft halt doch.

