An Tag 9 unseres Adventskalenders geht’s um die Art und Länge unserer Tischgebete – den Anfang macht das „katholische Tischgebet“.
Auch hier zunächst der Post aus Social-Media:

Katholische Menschen haben es vor dem Essen offenbar ein wenig eilig, denn die Tischgebete sind in der Regel recht kurz, a la „Lieber Gott, lass deinen Segen über unsere Tische fegen. Amen“. Dieses nicht ganz ernst gemeinte Beispiel zeigt dennoch ganz gut die Richtung, in die es geht.
Weitere Beispiele, die etwas ernster daherkommen und auf vielen Gebetswürfeln stehen, sind:
- „Komm, Herr Jesus, sei unser Gast und segne, was du uns bescheret hast. Amen.“
- „Vater segne diese Speise uns zur Kraft und dir zu Preise. Amen.“
- „Alle guten Gaben, alles was wir haben, kommt, oh Gott, von dir – wir danken dir dafür. Amen.“
Natürlich können auch andere Konfessionen diese Gebete nutzen, aber insbesondere im Austausch mit meiner Frau zeigte sich, dass sie diese kurzen Gebete vor allem mit katholischen Menschen in Verbindung bringt, und tatsächlich: Auch die evangelischen Geschwister, mit denen ich zusammen gegessen habe, beten anders.
Es muss aber nicht so sein: Natürlich kann man zum Essen auch als katholischer Mensch frei beten, dagegen spricht rein gar nichts. Es ist nicht so, dass wir so beten sollen, wir sind oft einfach ein wenig pragmatisch – besonders vor dem Essen, denn wärmer wird’s nicht.

