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André J. Pauwels

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Theologe. Autor. Blogger.

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Wie wir der Verstorbenen gedenken

Posted on Dezember 20, 2025Dezember 10, 2025 by admin

Heute schauen wir hinter Tür 20 auf die gängigsten Traditionen, die es in der neuapostolischen Kirche zum Gedenken an die Verstorbenen gibt. Diesen Beitrag widmen meine Frau und ich besonders den Opfern des Anschlags auf den Weihnachtsmarkt in Magdeburg heute vor einem Jahr.

Den Anfang macht wieder der Post aus Social-Media:

Zwei Worte vorweg:
1. Hier erklärt ein Katholik eine theologische Lehre einer anderen Konfession, in der er nicht aufgewachsen ist. Ich bitte um Entschuldigung, wenn trotz aller Mühe, meine Darstellung nicht zu 100% richtig ist – ich lasse mich gerne aufklären und lerne gerne dazu, also in einem solchen Fall bitte das Gespräch suchen!
2. Bei dem Folgenden handelt es sich um einen Auszug aus einem von mir geschriebenen, aber noch unveröffentlichten Buch mit dem Arbeitstitel „Ich krank – Gott gut?!“:

Das Entschlafenenwesen gibt es in dieser Form nur in der Neuapostolischen Kirche, stellt also ein konfessionelles Alleinstellungsmerkmal dar. Natürlich ist sofort ersichtlich: Hier geht’s um Tote, die Entschlafenen eben. Ganz besonders um deren Heil und ihre Möglichkeit auf Erlösung. Während die meisten anderen Konfessionen sagen: Das musst du schon zu deinen Lebzeiten regeln, geht die Neuapostolische Kirche davon aus, die Botschaft Jesu schließe anknüpfend an 1 Kor 15, 29 („Was machen denn die, die sich für die Toten taufen lassen? Wenn die Toten gar nicht auferstehen, was lassen sie sich dann für sie taufen?“ LUT17) auch die Möglichkeit der Erlösung von Toten mit ein, die es zu ihren Lebzeiten nicht hinreichend geschafft haben, Jesu Botschaft umzusetzen. Hinzu kommt auch, dass aus neuapostolischer Sicht sowohl die Wassertaufe als auch die Versiegelung – so viel wie eine Taufe mit dem Heiligen Geist – und das Abendmahl empfangen werden mussten, um das Heil zu erlangen. Diese Sakramente der NAK reichen aber noch nicht ganz aus, denn die neuapostolische Kirche geht davon aus, dass niemand sicher wissen kann, wer tatsächlich zu den Erlösten gehört und wer nicht, weshalb man auch für die bisher nicht erlösten Seelen bitten sollte, damit diese auch im Jenseits noch das Heil erlangen können. Genau deshalb werden ihnen stellvertretend die Sakramente gespendet, wofür es wiederum das Apostelamt braucht, das es nur in apostolischen Kirchen gibt.
Bei allem Jenseitsbezug ist aber auch wichtig festzuhalten: Es geht der NAK in dieser Lehre nicht darum, bloß auf das Jenseits zu verweisen und die Dinge sozusagen „im Nachhinein zu regeln“.
Im Gegenteil: Ein Leben nach den Geboten Jesu ist integraler Bestandteil der Heilsmöglichkeit. Dennoch gibt es für die Verstorbenen die Möglichkeit, auch nach ihrem Tod noch Heil zu erlangen. Dies setzt die NAK in der Form um, dass den Verstorbenen die Sakramente durch lebende Stellvertreter in Entschlafenengottesdiensten gespendet werden, um ihnen so zu ermöglichen, doch noch erlöst zu werden – ihre jenseitige Bekehrung und ihr Einverständnis natürlich vorausgesetzt.
Soll heißen: Der Entschlafene muss das schon selbst wollen und sich dazu bekennen.

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