Hinter Tür 21 versteckt sich die spannende Frage, wie wir eigentlich über Unterschiede zwischen unseren Konfessionen sprechen.
Als Grundlage der Post aus Social Media:

Es kommt auch nach Jahren immer wieder vor, dass wir bei dem anderen im Gottesdienst sind oder über ein Thema sprechen, bei dem plötzlich klar wird, dass es da etwas gibt, das wir so gar nicht kennen, dass uns irritiert oder neugierig macht.
So salopp das auch daherkommen mag: Dann fragen wir den anderen einfach danach, damit wir es verstehen lernen und sich nicht etwa aus der Wahrnehmung und möglicher falscher Schlussfolgerungen Vorurteile bilden können. Also fragte ich zum Beispiel: „Du, mir ist aufgefallen, dass mal zwei, mal drei oder mal vier Menschen in euren Gottesdiensten predigen. Kannst du mir mal erklären, warum wann wie viele predigen?“ Oder meine Frau fragte mal: „Warum sperrt ihr die Hostien eigentlich nach dem Abendmahl in einen Schrank ein?“
Oft kommt es dann vor, dass der andere nochmal nachhaken muss, was genau gemeint ist oder was beobachtet wurde – so wie bei dem ersten Beispiel. Im Anschluss entwickelt sich in der Regel ein ausführliches Gespräch mit Erklärungen, Verständnisfragen und weiteren Erklärungen. Sehr häufig versuchen wir dann auch, Gemeinsamkeiten oder Entsprechungen in der eigenen Konfession herzustellen, um zu verstehen, wo Schnittmengen liegen. Die häufigste Erkenntnis dabei ist: Wir sind uns näher als man oft denken würde.

