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André J. Pauwels

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Theologe. Autor. Blogger.

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Der Zauberer aus Haus 13 – Kapitel 2 – Teil 2

Posted on Februar 20, 2026Februar 13, 2026 by admin

Der verschwundene Gartenzwerg Teil 2

Ben ist irritiert, dass Konny den Zauberer aus Haus 13 ins Spiel bringt: „Wieso denn Herr Margow? Was hat der denn mit Gartenzwergen zu tun?“

Amüsiert mustert Konny Ben von oben bis unten: „Du weißt, dass er sich für einen Zauberer hält und sich deshalb so extravagant kleidet, hochgestochen redet und auch seinen Garten absichtlich so gestaltet hat, damit alle glauben, dass er ein Zauberer ist? Aber das ist er nicht. Es gibt gar keine Magie. Er ist bloß ein übler Schwindler, der sich ständig irgendwelche komischen Tricks ausdenkt, nur damit er Aufmerksamkeit bekommt! Aber ich habe ihn durchschaut, er macht allen bloß etwas vor!“
„Jetzt verstehe ich es: Sie ist neidisch und eifersüchtig auf Herrn Margow. Er bekommt die Aufmerksamkeit, die sie gerne hätte. Na, das kann ja spannend werden.“

Während Ben kurz seinen eigenen Gedanken nachgegangen ist, redet Konny ununterbrochen weiter und er hört schließlich erst wieder zu ab: „und dass er damit auch noch kleine Kinder wie Ellie an der Nase herumführt ist ja schließlich die absolute Höhe! Ich kann überhaupt nicht verstehen, dass die Eltern dem keinen Riegel vorschieben!“
„Konny?“, unterbricht Ben ihren Redefluss, um zu verhindern, dass sie sich immer weiter in Rage redet und weil er über etwas Interessantes gestolpert ist, „darf ich dir mal ein paar Fragen stellen?“

Ben sieht ihrem Gesicht an, dass sie es nicht gewohnt ist, mal unterbrochen zu werden, gleichzeitig aber auch geschmeichelt, dass er ihr tatsächlich zugehört hat und etwas von ihr wissen will und so weicht ihr verblüffter Gesichtsausdruck langsam einem freundlichen Lächeln: „Aber ja, natürlich. Ich helfe, wo ich kann.“
„Danke. Also, meine erste Frage ist: Was meinst du genau damit, wenn du von ‚komischen Tricks‘ sprichst?“
„Diese Sachen, die ständig passieren und von denen er behauptet, das sei Zauberei oder Magie. Aber das wirkt immer alles wie Zufall oder halt wie ein einstudierter Trick. Diese Nummer mit dem Vogel in seinem Garten zum Beispiel. Er sagt dem Vogel, er soll von A nach B fliegen und dann macht der Vogel das. Und er behauptet, das wäre Tiermagie, dabei hat er den Vogel bestimmt nur dressiert.“
„Das ist ja spannend. Er wiederholt also verschiedene Tricks. Das könnte entweder bedeuten, er zaubert tatsächlich oder es spricht für die Theorie der Dressur“, schießt es Ben durch den Kopf, bevor er Konny antwortet: „Interessant. Dieses Kunststück hat er mir auch vorgeführt, als ich mich vorgestellt habe.“
„Siehst du? Solche Sachen macht er ständig! Oder er kommt mit total wirren Erklärungen um die Ecke für Sachen, die man eigentlich gar nicht erklären kann oder muss. So wie neulich, als er behauptet hat, die große Trauerweide am Ende der Straße sei jetzt bereit, uns Einblicke in ihre Welt zu geben, bloß weil sich ihre Äste weiter abgesenkt haben als die Jahre davor.“
„Auch clever, damit gibt er sich eine Aura des Mystischen und Ungewissen, weil er so tun kann, als wisse, sehe und verstehe nur er Dinge, die anderen nicht zugänglich sind“, denkt Ben bei sich und fährt dann mit seiner Befragung Konnys fort: „Ich verstehe. Wenn sich seine Tricks manchmal wiederholen, ist es dann auch schonmal vorgekommen, dass einer deiner Gartenzwerge verschwunden ist?“
Energisch mit dem Kopf schüttelnd platzt es förmlich aus ihr heraus: „Nein und das ist auch gut so! Er soll bloß die Finger von meinen Zwergen lassen! Die sind alle handverlesen und es ist schon schlimm genug, dass dieser eine jetzt weg ist!“

Er möchte gerade nach weiteren Details für seine Recherche fragen, als er aus dem Augenwinkel sieht, wie Herr Margow und Ellie die Straße heruntergeschlendert kommen und sich angeregt unterhalten. Konny bemerkt seine Ablenkung und dreht sich herum, um zu sehen, was los ist und sofort schreit sie über die Straße zu den beiden herüber: „Was haben Sie jetzt schon wieder angestellt?!“, was Ben zu einem kurzen Gedankenblitz veranlasst: „Ach, unter Nachbarn duzt man sich also? Herrn Margow siezt sie jedenfalls. Auch interessant.“

Ellie und Herr Margow lassen sich von Konnys Geschrei nicht beirren, unterhalten sich weiter und schlendern langsam zu Ben und Konny herüber, bis sie schließlich zu viert vor Bens Haustür stehen und Ellie sich fröhlich an Ben wendet: „Hallo Ben, schön, dich wiederzusehen! Weißt du, was ich entdeckt habe?“
„Hallo Ellie, auch schön, dich zu sehen! Was hast du denn entdeckt?“
„Einen Zwerg!“, ruft Ellie hüpfend vor Begeisterung laut aus, was dazu führt, dass Konny sämtliche Farbe aus dem Gesicht fällt und sie die kleine Ellie entgeistert anfährt: „W…Was hast du entdeckt?!“
„Na, einen Zwerg! So einen kleinen mit Schaufel und Laterne. Ich habe ihn verfolgt, weil er spazieren gegangen ist und dann habe ich ihn erst aus den Augen verloren, aber am Ende habe ich ihn wiedergefunden!“, erzählt Ellie triumphal ihr heutiges Abenteuer, während Konny bei jedem weiteren Wort der Kiefer immer weiter herunterklappt und sie schließlich einen Moment lang sprachlos ist, was Ben direkt für sich nutzt: „Wow, das ist ja ein spannendes Abenteuer. Magst du uns denn sagen, wo der Zwerg jetzt ist?“
„Ja klar, er ist in dem großen Baum am Ende der Straße. Da ist er auf einen Ast geklettert und jetzt sieht er sich gemütlich die Gegend hier von oben an. Er entspannt sich da“, erklärt Ellie und verschränkt schließlich zufrieden die Arme vor der Brust.

Ben schaut zu Konny, die ihre Worte offenbar wiedergefunden hat und trotzdem nicht so recht weiß, wie sie sie benutzen soll, weshalb sie etwas holprig loslegt: „Warte, was, wie, wo. Spazieren gehen? Ein Gartenzwerg?! Und auf einen Baum klettern? Die Aussicht genießen? Was erzählst du denn da? Hast du etwa meinen Gartenzwerg geklaut und in die Trauerweide gesetzt?!“
Ellie schüttelt entschieden den Kopf und zieht ihre Arme vor der Brust weiter zusammen: „Nein, ich habe ihn nicht genommen und irgendwo hingesetzt! Ich komme doch so weit gar nicht den Baum hoch! Ich habe ihn bloß beobachtet!“

Sichtlich unzufrieden widmet Konny sich Herrn Margow: „Dann waren Sie das! Sie können doch nicht einfach meine Zwerge aus dem Garten entfernen und sonst wohin setzen!“
Bedächtig grinsend und unter enthusiastischer Zustimmung Ellies entgegnet er ihr freundlich: „Ich habe deinen Zwerg nicht angefasst. Er hat sich entschieden, mal einen Perspektivwechsel vorzunehmen und die Welt aus Sicht der Großen zu sehen. Die Zwerge haben auch einen freien Willen und sind freie Wesen. Also solltest du ihre Entscheidungen respektieren. Wenn er fertig ist, wird er sicherlich den Weg zurück in deinen Garten finden.“

1 thought on “Der Zauberer aus Haus 13 – Kapitel 2 – Teil 2”

  1. Petra sagt:
    Februar 20, 2026 um 7:26 p.m. Uhr

    Muss mich jetzt bis Freitag gedulden. Fteu mich auf die Fortsetzung.

    Antworten

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